Unsere Webseite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt die die Seite für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Datenschutzerklärung.

Aus Fehlern lernen

4 Nachhaltige Aufarbeitung

Wenn über die Beratungs- und Beschwerdewege Hinweise auf sexualisierte Gewalt eingehen, dann müssen Verantwortliche daraus Konsequenzen ziehen. Wichtig ist, auch für geschlechtsspezifische Hilfen zu sorgen – sowohl für einzelne Betroffene als auch für Gruppen.

Der Bereich muss sich auf eine solche tertiäre (aufarbeitende) Prävention vorbereiten. Eine frühzeitige und schnelle Hilfe für Betroffene verbessert die Heilungschancen. In Hinsicht auf den Bereich, in dem es zu sexualisierter Gewalt kommt („irritierte Systeme“), kann tertiäre Prävention dazu beitragen, dass das traumatisierte / betroffene System wieder stabilisiert und handlungsfähig wird. Zudem sollen aus dem Vorfall Folgerungen für die zukünftige Verbesserung des Schutzes von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen gezogen werden.

Eine solche Fehlerkultur erfordert ein offenes Umgehen mit dem schmerzlichen Scheitern, das jedes Delikt sexualisierter Gewalt beinhaltet. Nur was analysiert und besprochen wird, kann dazu beitragen, Fehler nicht zu wiederholen. Schweigen hilft nur den Tätern und Täterinnen. Eine Fehlerkultur wird so ein bedeutsamer Teil von Qualitätsmanagement, das für Jugendhilfeeinrichtungen gesetzlich in § 79 SGB VIII verankert ist.

Was zu tun ist...

  • Prävention gegen sexualisierte Gewalt in die vorhandenen Reflexionsschleifen einbinden
  • Unterstützungssysteme benennen

Andocken an...

  • Risikomanagement
  • Interventionsplan