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Institutionelles Schutzkonzept

Gelingende Prävention sexualisierter Gewalt erfordert abgestimmte Maßnahmen. Die Präventionsordnung greift dafür die Idee des Institutionellen Schutzkonzeptes auf, dessen Bausteine verzahnt und aufeinander abgestimmt, den Schutz, der in einer Institution arbeitenden und lebenden Personen, sichern soll.

  • FUNDAMENT & DACH: Grundhaltung: Wertschätzung und Respekt | Kultur der Achtsamkeit

    Das Ziel jedes Institutionellen Schutzkonzeptes ist die Kultur der Achtsamkeit. Basierend auf der Grundhaltung von Wertschätzung und Respekt, erfordert diese Kultur neben einem bewussten und reflektierten Umgang mit sich selbst auch einen behutsamen und wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitenden und den schutz- oder hilfebedürftigen Menschen.

  • LINKE SEITE: Risiko- und Potentialanalsyse

    Schutz- und Risikofaktoren des eigenen Arbeitsfeldes

    Ausgangspunkt zur Erstellung eines Schutzkonzeptes ist die Analyse des jeweiligen eigenen Arbeitsfeldes. Diese Analyse erfasst Schutz- und Risikofaktoren. Sie beinhaltet zum Beispiel die Kontrolle der Arbeits- und Lebensräume auf ihre Angemessenheit, die Reflektion des professionellen Denkens und Handelns und die Überprüfung der Arbeitsgewohnheiten, besonders auf Stressoren.

  • RECHTE SEITE: Partizipation von Kindern und Jugendlichen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen

    Alle in einer Institution arbeitenden und lebenden Personen - auch Kinder, Jugendliche oder schutz- und hilfebedürftige Erwachsene - sind an der Erstellung und der regelmäßigen Weiterentwicklung des Schutzkonzeptes in angemessener Form zu beteiligen.

  • BAUSTEIN 1: Personalauswahl und -entwicklung | Aus- und Fortbildung

    Die Personalverantwortlichen thematisieren die Prävention gegen sexualisierte Gewalt im Vorstellungsgespräch, während der Einarbeitungszeit sowie in regelmäßigen Gesprächen mit den Beschäftigten im kirchlichen Dienst.

    Um ihr Wissen und ihre Handlungskompetenz in Fragen zu sexualisierter Gewalt zu vertiefen und die Haltung einer Kultur der Achtsamkeit zu stärken, nehmen alle hauptberuflichen Mitarbeitenden und ehrenamtlichen Tätigen an einer Präventionsschulung teil.

  • BAUSTEIN 2: Verhaltenskodex und Verpflichtungserklärung

    Ein Verhaltenskodex bzw. eine Verpflichtungserklärung ist im jeweiligen Arbeitsbereich zu erstellen. Diese regeln für den jeweiligen Arbeitsbereich ein fachlich adäquates Nähe-Distanz-Verhältnis und einen respektvollen Umgang mit Kindern, Jugendlichen sowie schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen.

    Der jeweilige Verhaltenskodex ist von allen Hauptamtlichen im kirchlichen Dienst durch Unterzeichnung anzuerkennen. Die Unterzeichnung der Verpflichtungserklärung ist verbindliche Voraussetzung für die Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Der Rechtsträger verpflichtet sich zu einer Veröffentlichung des Verhaltenskodex in einer angemessenen Weise.

    Die Abteilung Jugend, die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier sowie die katholischen Schulen haben bereits einen Verhaltenskodex partizipativ erarbeiten können. Weitere Verhaltenskodizes der einzelnen Einrichtungen im Bistum Trier sind in Bearbeitung.


    Hier geht es zu den FAQ (Häufig gestellten Fragen) zum Verhaltenskodex bzw. Verpflichtungserklärung.

  • BAUSTEIN 3: Beratungs- und Beschwerdewege

    Beratungs- und Beschwerdestellen für Kinder und Jugendliche, für schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene, für Eltern, Personensorgeberechtigte sowie die Mitarbeitenden sind nötig und müssen von jeder Einrichtung/ jedem Rechtsträger installiert und veröffentlicht werden.

  • BAUSTEIN 4: Dienstanweisungen und Hausinterne Regelungen

    Um das Wohl und den Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie der schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen zu sichern, muss der Rechtsträger alle erforderlichen Normen, Dienstanweisungen und hausinterne Regelungen verbindlich erlassen.

    Soll der Verhaltenskodex arbeitsrechtliche Verbindlichkeit erhalten, muss der Rechtsträger ihn als Dienstanweisung erlassen.

  • BAUSTEIN 5: Qualitätsmanagement

    Der Rechtsträger hat die Verantwortung dafür, dass Maßnahmen zur Prävention als Teil seines Qualitätsmanagements implementiert, kontrolliert, evaluiert und weiterentwickelt werden.

    Für jede Einrichtung, für jeden Verband oder für den Zusammenschluss mehrerer kleiner Einrichtungen muss eine für Präventionsfragen geschulte Person zur Verfügung stehen, die bei der Umsetzung des institutionellen Schutzkonzepts beraten und unterstützen kann.

  • BAUSTEIN 6: Interventionsplan und Nachsorge

    Im Institutionellen Schutzkonzept sind Maßnahmen zu beschreiben, wie in einem  Verdachtsfall von sexualisierter Gewalt vorzugehen ist. Des Weiteren sind Maßnahmen zu beschreiben, wie nach einem aufgetretenen Verdacht oder konkreten Vorfall die Unterstützung im jeweiligen System aussehen soll.

Stand: 05/2020